„Ihr tragt keine Schuld     
für das was passiert ist,          
      aber ihr macht euch schuldig
wenn es euch nicht interessiert“  
Esther Bejarano

besuchen, begegnen und informieren

Hier finden Sie alle aktuellen Informationen rund um die Geschehnisse in der Mahn- und Gedenkstätte.
Unter “Aktuelles” werden sie mit Meldungen zu Öffnungen an Feiertagen, Projekten, pädagogischen Materialien, Veröffentlichungen, Begegnungen und vieles mehr versorgt. Wenn sie wissen möchten, was sie bei einem Besuch an laufenden oder kommenden Ausstellungen erwartet, sowie Termine zu Führungen und unterschiedlichen Veranstaltungen schauen sie einmal unter “Sonderausstellung” und “Veranstaltungen” nach.
Einen ausführlichen Überblick zu unseren Veröffentlichungen bekommen sie unter “Publikationen”. Sie können jedes Buch bei uns in der Gedenkstätte erwerben. Entweder vor Ort oder Sie senden eine Bestellung via Mail an unsere Kollegin Frau Plavcic unter

Anfragen zu Führungen und Workshops für Jugendliche und Erwachsene richten Sie bitte direkt an die Kolleg:innen unter „Bildungsangebote“
Gruppen können unser Haus nur mit Anmeldung besuchen!

MAHN- UND GEDENKSTÄTTE DÜSSELDORF
Adresse Mühlenstraße 29
40213 Düsseldorf
Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag, Sonntag: 11:00 bis 17:00 Uhr
Samstag: 13:00 bis 17:00 Uhr



Der aktuelle Newsletter ist da!

Juni (und Juli) 2026 Sie wollen immer sofort Bescheid wissen? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter gerne unter "Newsletter Anmeldung" oben links

LIEBE LESER:INNEN UND FREUND:INNEN DER GEDENKSTÄTTE,

in den Sommermonaten begehen wir mit unserer aktuellen Sonderausstellung „gefährdet leben“ das große Finale – auch wenn wir sie bis zum 30. August verlängern. Es finden noch zwei öffentliche Führungen sowie mehrere Veranstaltungen statt, die verschiedene Aspekte des queeren Lebens im Nationalsozialismus beleuchten. Wie immer liegt unser Fokus dabei auf der Düsseldorfer Stadtgeschichte, die wir anhand konkreter Beispiele anschaulich vermitteln möchten.

Der Vortrag zur Düsseldorferin und Überlebenden des KZ Ravensbrück Cilly Helten (28. Mai) muss leider ausfallen aber ich möchte Ihnen den Abend zu Schauspielerlegende Gustav Gründgens empfehlen (11. Juni).

Der Düsseldorfer Christopher-Street-Day als große politische Kundgebung der queeren Szene und der seit 2025 begangene Gedenktag für die queeren Verfolgten und Opfer (28. Juni) rahmen das Begleitprogramm ein. Helmut Metzner, der vor wenigen Tagen mit seinem Lebenspartner in Berlin homophob beleidigt und körperlich attackiert und verletzt wurde, hat die Ausstellung in seiner Funktion als Geschäftsführer der Magnus-Hirschfeld-Stiftung im vergangenen Jahr bei uns eröffnet. Der brutale Angriff auf ihn dokumentiert schonungslos, wie aktuell unser Thema ist und wie akut bedroht queeres Leben auch heute noch sein kann.

Hinweisen möchte ich Sie auch auf unsere Beteiligung an der Premiere des Art:Walk-Festivals am 13. Juni: Einen langen Nachmittag und Abend lang präsentieren wir unser Haus und unsere Ausstellungen mit verschiedenen Kurzimpulsen und Aktionen. Das Festival als Nachfolger der „Nacht der Museen“ bietet uns spannende Möglichkeiten, mit Neubesucherinnen und -besuchern ins Gespräch zu kommen. Seien Sie alle herzlich willkommen!

Übrigens ist und bleibt unser Haus für alle gratis, ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Das ist in diesen Tagen keineswegs selbstverständlich.

Wir freuen uns auf Sie,
herzlich,

Dr. Bastian Fleermann


Hier geht´s zum Newsletter

Unser Außenprogramm 2026 da!

Überblick über unsere Angebote April bis Oktober 2026

LIEBE LESER:INNEN UND FREUND:INNEN DER GEDENKSTÄTTE,

Zahlreiche Mahnmale, Denkmäler, Tafeln oder Stelen erinnern in Düsseldorf seit 1945 an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Unterschiedliche Akteur:innen aus Politik und Kultur, Wissenschaft und Brauchtum haben sich für die Aufstellung dieser Gedenkzeichen engagiert.
Aber wie bekannt sind den Düsseldorfer:innen diese Orte oder die Lebensgeschichten der Menschen dahinter? Und was sehen wir eigentlich nicht? Nicht an alle Menschen oder Ereignisse wird sichtbar im öffentlichen Raum erinnert. Andere Orte wiederum sind konkrete Überreste aus dem nationalsozialistischen Deutschland und dienen als Ausflugsziele an den Wochenenden.

Die Historikerinnen Frederike Krenz und Astrid Hirsch-von Borries sind beide begeisterte Stadtspaziergängerinnen und versuchen immer wieder Besucher:innen zu animieren, den Blick in der eigenen Stadt einmal nach oben und unten schweifen zu lassen. Es gibt so viel zu sehen, wenn man weiß wohin der Blick gerichtet sein muss.

Mit unserem neuen Außenprogramm „DAS WAR HIER!“ laden Frederike Krenz und Astrid Hirsch-von Borries Sie ein, in festes Schuhwerk zu schlüpfen und Düsseldorf einmal anders zu betrachten. Hierzu werden unsere beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen von Gäst:innen begleitet, die eine zusätzliche Perspektive in die Spaziergänge bringen. Mit dabei sind unter anderem Sascha Förster (Theatermuseum Düsseldorf), Christiane Pflug-Schimmel und Stella Hoppmann (Bezirksregierung Düsseldorf) oder Christoph Westermeier (Künstlerverein Malkasten).

Die Teilnahme an allen Spaziergängen ist kostenlos. Wir bitten um telefonische Anmeldung unter 0211 – 89 96205 oder via Mail an .


Hier geht´s zum Außenprogramm 2026

Begleitprogramm zur Sonderausstellung

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "gefährdet leben. Queere Menschen 1933 bis 1945" und "Queeres Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945" Führungen | Vorträge | Lesungen | Gedenkveranstaltungen

Die vielfältigen Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet. Darunter ist auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung bietet sowohl einen breiten Überblick als auch tiefergehende Einblicke in die Biografien der Menschen.
Es wird deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Erzählt wird unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse nicht nur die Verfolgungsgeschichte, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität bis in die Nachkriegszeit.

Über QR-Codes ist die Ausstellung in englischer Sprache verfügbar. Zusätzlich wurden alle Texte von Dr. Frederike Krenz (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf/Inklusion) in Einfache Sprache übertragen. Der Reader dazu kann an der Aufsicht ausgeliehen werden.

Die Wanderausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld wurde in Düsseldorf um die Schau „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ erweitert. Emanzipation, Bürgerrechtsbewegung und die Entwicklung einer lokalen Szene fanden nicht nur in Berlin statt. Auch in Düsseldorf, der modernen Großstadt am Rhein, fasste der „Freundschaftsbund“ Fuß, Lokale etablierten sich und Zeitschriften wie „Die Freundin“ oder „Der Freund“ waren am Zeitschriftenstand zugänglich. Der „Tosca-Palast“ war in aller Munde, und liberaler Rückenwind kam auf.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 endete diese Entwicklung schlagartig. Die Presse wurde verboten und an Tanzabende sowie Treffen in der Öffentlichkeit war nicht mehr zu denken. Die Queere Community wurde gedemütigt, verfolgt und gezwungen, sich zu verstecken.
Am 28. Juni 1935 wurde die Verschärfung des Paragrafen 175 auf den Weg gebracht. Ab September 1935 wurden nicht nur so genannte „beischlafähnliche Handlungen“, sondern allgemein „homosexuelle Handlungen“ kriminalisiert. In einigen Fällen sollten für eine Verurteilung sogar ein flüchtiger Blickaustausch oder ein kurzes Gespräch ausreichen. Im Sommer 1937 verdichtete sich der Terror: Am 28. Juni begannen mit der Festnahme von Karl Carduck und seinen Freunden die Massenverhaftungen vermeintlich homosexueller Männer in Düsseldorf.
Kriminalpolizei, Gestapo und Strafjustiz arbeiteten dabei vernetzt: Allein die Gestapo verhaftete in Düsseldorf etwa 400 Männer wegen „homosexueller Handlungen“. Damit war Düsseldorf die Stadt mit den meisten Festnahmen nach Paragraf 175 in ganz Westdeutschland.

Der Düsseldorfer Teil wurde kuratiert von Astrid Hirsch-von Borries M.A. (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf).

Eingerahmt wird die Schau von der Installation „Zwang und Zeichen“ (#zwangundzeichen) der Installationskünstlerin und Bühnenbildnerin Saskia Holte.


Hier geht´s zur digitalen Version

NEUE SONDERAUSSTELLUNG AB 28. OKTOBER

„gefährdet leben – Queere Menschen 1933 bis 1945“ Eine Ausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld ergänzt um “Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945"

Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag standen erstmals die queeren Opfer im Fokus. Die historisch-dokumentarische Ausstellung knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Signal an und macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen in den Jahren 1933 bis 1945 nun einem breiten Publikum zugänglich.

Die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet. Darunter ist auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung bietet sowohl einen breiten Überblick als auch tiefergehende Einblicke in die Biografien der Menschen sowie aktuelle Forschungsergebnisse.
Es wird deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Erzählt wird aber nicht nur die Verfolgungsgeschichte, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität bis in die Nachkriegszeit.

Über QR-Codes ist die Ausstellung in englischer Sprache verfügbar. Zusätzlich wurden alle Texte von Dr. Frederike Krenz (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf/Inklusion) in Einfache Sprache übertragen. Der Reader dazu kann an der Aufsicht ausgeliehen werden.

Die Wanderausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld wurde in Düsseldorf um die Schau „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ erweitert. Emanzipation, Bürgerrechtsbewegung und die Entwicklung einer lokalen Szene fanden nicht nur in Berlin statt. Auch in Düsseldorf, der modernen Großstadt am Rhein, fasste der „Freundschaftsbund“ Fuß, Lokale etablieren sich und Zeitschriften wie „Die Freundin“ oder „Der Freund“ waren am Zeitschriftenstand zugänglich. Der „Tosca-Palast“ war in aller Munde und liberaler Rückenwind kam auf.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 endete diese Entwicklung schlagartig. Die Presse wurde verboten und an Tanzabende sowie Treffen in der Öffentlichkeit war nicht mehr zu denken. Die Queere Community wurde gedemütigt, verfolgt und gezwungen, sich zu verstecken.

Am 28. Juni 1935 wurde die Verschärfung des Paragrafen 175 auf den Weg gebracht und trat im September 1935 in Kraft. Fortan wurden nicht nur so genannte „beischlafähnliche Handlungen“, sondern allgemein „homosexuelle Handlungen“ kriminalisiert. In einigen Fällen sollte für eine Verurteilung sogar ein flüchtiger Blickaustausch oder ein kurzes Gespräch ausreichen. Im Sommer 1937 verdichtete sich der Terror: Am 28. Juni begonnen mit der Festnahme von Karl Carduck und seinen Freunden die Massenverhaftungen vermeintlich homosexueller Männer in Düsseldorf.
Bei der Verfolgung vermeintlicher Homosexueller waren Kriminalpolizei, Geheime Staatspolizei (Gestapo) und Strafjustiz gleichzeitig tätig. Allein die Gestapo verhaftete in Düsseldorf etwa 400 Männer wegen „homosexueller Handlungen“. Damit war Düsseldorf die Stadt mit den meisten Festnahmen nach Paragraf 175 in ganz Westdeutschland.

Der Düsseldorfer Teil wurde kuratiert von Astrid Hirsch-von Borries M.A. (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf).
Eingerahmt wird die Schau von der Installation „Zwang und Zeichen“ (#zwangundzeichen) von der Installationskünstlerin und Bühnenbildnerin Saskia Holte.

Zur Sonderausstellung gibt es ein ausführliches Begleitprogramm mit öffentlichen Führungen und Vorträgen.

FÄLLT WEGEN KRANKHEIT AUS UND WIRD IM HERBST NACHGEHOLT!

DIE DÜSSELDORFERIN CÄCILIE HELTEN UND DIE BEZIEHUNG ZU ROSA JOCHMANN: ZWISCHEN ZUSCHREIBUNG, SELBSTBEZEICHNUNG UND UNSICHTBARMACHUNG.
EIN VORTRAG VON DR. VERONIKA DUMA
Donnerstag, 28. Mai, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).